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Defintion Nahtoderfahrung und Transzendens

Die Nahtoderfahrung:

Unter dem Begriff "Nahtoderfahrung" versteht man außerkörperliche bzw. transzendente Erlebnisse, die unter verschiedenen Bedingungen stattfanden. Man spricht von einer Transzendenzerfahrung , wenn ein Mensch beispielsweise einen Schlaganfall erlitt und wieder ins Leben zurückgeholt wurde. Mystiker können diese Erfahrung bewusst herbeiführen, Menschen in Grenzsituationen erleben einen ähnlichen Zustand als ein Überschreiten der Grenzen in ein mögliches Jenseits. Auch kann eine Nahtoderfahrung stattfinden, wenn Menschen bewusstlos oder klinisch tot waren. Solche Erlebnisse sind nicht neu, fanden schon immer statt. Sie wurden auch schriftlich festgehalten, so spricht Platon in "Der Staat" über eine Transzendenzerfahrung und auch im Gilgamesch-Epos wird sie erwähnt.

Verlauf von Nahtoderfahrungen:

Viele Menschen, die eine Nahtoderfahrung hatten, berichten, dass sie ganz deutlich und klar mitbekamen, was mit ihnen geschah, als man sie für klinisch tot erklärte. Sie hörten während der Nahtoderfahrung sowohl wie die Ärzte und Schwestern über sie redeten, hörten, dass der Herzmonitor aussetzte und sahen auch sich selbst auf dem Bett liegen. Die meisten betonten, dass die Nahtoderfahrung sich nicht in Worte fassen lässt und schon gar keinen Eindruck davon vermitteln kann, was wirklich erlebt wurde. Man könnte es sich so vorstellen, dass Farben, Klänge, Formen oder Licht während der Nahtoderfahrung viel intensiver wahrgenommen werden und mit der alltäglichen Welt nicht übereinstimmen. Daher würden sie die Nahtoderfahrung auch vielmehr in Metaphern, Gleichnissen, Bildern oder schlichten Vergleichen schildern, ohne dem Erlebten die ganze Kraft verleihen zu können, da Worte dafür einfach nicht ausreichen. Vergleiche mit der Bibel oder mit anderen Mythen oder Religionen sind daher gerade bei den Berichten der Nahtoderfahrung häufig zu finden.

Definition Transzendenz

Der aus der Philosophie stammende Begriff Transzendenz (vom Lateinischen transcendentia, “das Übersteigen“) bezeichnet die Fähigkeit, den Bereich der sinnlichen Erfahrungswelt und deren Gegenstände zu überschreiten (Transzendenz), um den göttlichen Grund aller Dinge erkennen zu können. Der gegenübergestellte Begriff der Transzendenz, die Immanenz, bezeichnet (im Gegensatz zur Transzendenz) die den weltlichen Dingen innewohnenden und daher durch die Sinne wahrnehmbaren Eigenschaften. Somit zählen alle durch die Sinne vermittelten Bilder, Gedanken und Wahrnehmungen eines Objekts und die daraus resultierenden Erkenntnisse zu den immanenten Eigenschaften des Denkens, während die Transzendenz dieses Wissen überschreitet und zu einer von der Sinneswelt unabhängigen Erkenntnis, also zur Transzendenz führt. Die Scholastik (philosophische Schule des Mittelalters) zählt Begriffe wie “das Wahre“ oder “das Gute“ zum Bereich der Transzendenz, wobei Träume und Nahtoderfahrungen ebenso der Transzendenz angehören.